ME-PRO® ist ein mikrobiell behandeltes Produkt, das aus GVO-freien Sojaflocken produziert wird. Durch das spezielle Produktionsverfahren (Fermentation) werden einerseits der Proteingehalt und die Proteinverdaulichkeit gesteigert und andererseits die antinutritiven Faktoren substanziell reduziert. Dies steht im Gegensatz zu anderen Sojaproteinkonzentraten (SPC‘s), die häufig nur mithilfe von Enzymen oder Alkohol behandelt werden. In diesem Newsletter werden wir näher auf die Wirkung antinutritiver Faktoren (ANF’s) und deren Vorhandensein in Sojaprodukten im Vergleich zu unserem Produkt ME-PRO® eingehen.

Vorhandensein antinutritiver Substanzen in Sojaprodukten

ANF‘s werden im sekundären Stoffwechsel von Pflanzen gebildet und treten daher in zahlreichen Futtermitteln wie beispielsweise Soja auf. Bei Pflanzen spielen ANF‘s unter anderem eine Rolle bei der Wachstumsregulierung, bei der Bildung von Farb- und Duftstoffen und beim Schutz vor schädlichen Organismen. Eine erhöhte Aufnahme ANF‘s kann insbesondere bei einmägigen Tieren Probleme verursachen. So kann dies beispielsweise eine verringerte Futteraufnahme und geringere Produktionsergebnisse zur Folge haben. Außerdem können ANF‘s zu einer reduzierten Verdaulichkeit von Futtermitteln und Stoffwechselstörungen führen. Im Folgenden wird auf die zwei bedeutendsten ANF‘s bei Sojaprodukten, dem Trypsin-Inhibitor und der Phytinsäure, näher eingegangen.

Trypsin-Inhibitor

Der bedeutendste antinutritive Faktor bei Sojaprodukten ist der Trypsin-Inhibitor. Sojabohnen enthalten Protease-Inhibitoren, die speziell die Wirkung des proteinspaltenden Verdauungsenzyms Trypsin hemmen und die sowohl die Wirkung von Trypsin und Chymotrypsin hemmen. Diese körpereigenen Enzyme teilen Proteine beim Verdauungsprozess in Peptide und Aminosäuren. Durch die Hemmung dieser Enzyme wird die Proteinverdauung erheblich beeinträchtigt. Rohe Sojabohnen und unbehandelte Sojaflocken können über 25 mg Trypsin-Inhibitoren pro Gramm enthalten! Durch eine thermische Behandlung des Produkts wird ein Großteil der hitzeempfindlichen Trypsin-Inhibitoren deaktiviert. Dies ist unter anderem beim Einsatz von Soja zur Fütterung von Jungtieren zu beachten. Bei ME-PRO® sind keine Trypsin-Inhibitoren nachweisbar (siehe Tabelle 1), daher eignet sich dieses Produkt hervorragend zur Fütterung von Jungtieren.

Phytinsäure

Phosphor wird von vielen Pflanzen in Form von Phytinsäure gespeichert. Da Monogastrier das Enzym Phytase fehlt, kann Phosphor in Form von Phytaten nicht aufgenommen werden. Außerdem bindet Phytinsäure auch verschiedene andere Mineralien wie Calcium, Eisen, Magnesium und Zink. Diese Verbindungen sind nicht löslich und können vom Darm nicht absorbiert werden. Des Weiteren kann sich die Proteinverdaulichkeit des Tieres verschlechtern, da Phytinsäure auch Proteine binden kann, was zu schlecht löslichen Komplexen führt. Der Gehalt an Phytinsäure ist bei ME-PRO® im Vergleich zu anderen SPC‘s stark reduziert (siehe Tabelle 1).

Tabelle 1. Konzentration von Trypsin-Inhibitor und Phytinsäure (mg/g Produkt) in ME-PRO® und anderen SPC’s

Trypsin-Inhibitor Phytinsäure
ME-PRO® Nicht nachweisbar 0,8
Alkohol extrahierte SPC* 2 – 3 6,0

*van Eys et al. (2004)

ME-PRO® wird von E.F.S. vertrieben! Möchten Sie mehr über dieses Produkt erfahren? Dann wenden Sie sich an das E.F.S.-Team.